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Die Reportage „Werkstattbetrieb läuft so präzise wie ein Uhrwerk“ ist eine Foto-Business-Story für eine sechsseitige Kunden-PR der Rheinzeitung für die Löhrguppe. Die Geschichte ist das eindrucksvolle Service- und Leistungsportfolio des großen VW-Händlers. Vor Ort erledigt sich alles wie von geisterhand, kein Geschrei, keine Hektik, alles sauber und ordentlich. Dieser Atmosphäre auf die Spur zu kommen, war für mich der Aufhänger meiner Geschichte und auch der Fotoserie.



Werkstattbetrieb läuft so präzise wie ein Uhrwerk



Trotz des komplexen Betriebes treffen Kunden auf ihre persönliche Werkstatt – 40 000 verkaufte Service- und Werkstattstunden im Jahr abarbeiten

Langsam schwebt ein Auto auf einer Hebebühne in die Höhe bis ein Mensch ohne Probleme darunter stehen kann. Schnell huscht der Lichtkegel einer Taschenlampe über den Unterboden des Wagens, legt hier und da einen Schaden offen oder klärt fürs erste die Lage. Prüfende Blicke, Kopfnicken, ein Kugelschreiber gleitet über ein Formular zur Schadensaufnahme, Händeschütteln, ein Lächeln und ein netter Spruch zum Abschluss. Hier ist das eben so. Oft haben Serviceberater des Volkswagen Zentrum Koblenz und ihre Kunden viele freundschaftliche Worte füreinander übrig. Meist kennen sie sich gut, was kein Wunder ist. Beide sind nicht selten schon über 20 Jahre mit dem Haus verbunden.


Dialogannahme


Die Dialogannahme ist effektiv, verschafft Kunden einen schnellen Überblick, klärt transparent über anfallende Reparaturen auf und stellt den persönlichen Kontakt her. Das ist sehr wichtig, denn die Annahme ist die erste Station einer riesigen Wertschöpfungskette. 65 Mitarbeiter des Werkstattservice kümmern sich um eine Vielzahl von Reparaturen, wie Diagnose, Inspektionen, Getriebeinstandsetzungen, Softwareupdates, Karosserieschäden oder Lackierarbeiten. Trotz der Komplexität des Betriebes und 40 000 verkauften Stunden im Werkstatt- und Servicebereich bleibt eines immer ganz simpel: Kunde und Serviceberater können sich vertrauen.


Der Auftrag nimmt seinen Lauf

Der Kunde wird bereits erwartet. Der hauseigene Fahrdienst rollt heran und bringt ihn an sein nächstes Ziel. Wer mobil bleiben will, kann natürlich auch einen Leihwagen mieten. Derweil nimmt der Serviceberater seine Kladde mit dem frischen Auftrag und bringt sie ins Meisterbüro. Von diesen Kladden gibt es hier noch viele weitere. Immer wieder kommen Mitarbeiter rein, fragen oder besprechen etwas, bringen Kladden und nehme welche mit. Ganz klar. Im Meisterbüro laufen die Fäden zusammen. Hier werden die Arbeiten nach Spezialisierung der Mitarbeiter und Uhrzeit verteilt. Ist ein Auftrag erledigt, wird der Kunde von hier aus informiert.

Werkstattbereich


In der Werkstatthalle fällt der Blick unweigerlich einen langen Gang hinunter. Ihn säumen links und rechts 22 Hebebühnen und 3 Stellplätze. Alles wirkt an seinem Platz, keine Werkzeuge liegen herum. Ein VW Golf quietscht mit seinem Reifengummi zielstrebig über den sauberen Boden. Plötzlich zerreißt ein Zischen und Pfeifen die ko konzentrierte Stille. Ein Mitarbeiter nutzt die Dienste einer Druckluftratsche. Er verpasst einem Wagen eine neue Zahnriemenspannrolle. Zischen, Stille, ein Rattern, Stille, komplexe Vokabeln wechseln den Adressaten: Das alles ist typisch für den täglichen Betrieb im ISO zertifizierten VW Zentrum Koblenz. Hier wirkt niemand hektisch, keiner muss schreien. Alles wirkt wie von Geisterhand geplant und entspannt. Das Arbeitsklima ist gut, nicht nur psychisch, auch physisch. Draußen hüllt der Winter den Betrieb mit 0 Grad in Kühlschranktemperaturen, innen können die Mitarbeiter im T-Shirt bequem arbeiten. Das liegt nicht zuletzt an den neuen Fenstern, die das VW einsetzen lassen, eine von zahlreichen, regelmäßigen Investitionen in das eigene Unternehmen. Die hohe Sensibilität der Geschäftsführung für die Situation der Mitarbeiter mag dem Umstand geschuldet sein, dass Geschäftsführer Ralf Schwammkrug den Job selbst von der Pike auf gelernt hat. „Das Betriebsklima ist sehr, sehr wichtig für uns. Wir setzen auf ein faires und partnerschaftliches Verhältnis zu den Mitarbeitern, was sich natürlich auch auf die Kunden überträgt“, sagt Serviceleiter Walter Menten, der auf eine erfolgreiche und langjährige Karriere im Unternehmen zurückblicken kann. Der Weg durch den Werkstattbetrieb setzt sich fort, durch die Halle kurz wieder nach draußen, an der eigenen Waschanlage vorbei in einen anderen Trakt.

Lackiererei


Spiegelglatte Oberflächen schmeicheln dem Auge, dass an schnittigen Formen und elegantem, kurvigem Blech immer wieder hängen bleibt. „Das kann nicht jeder. Man muss ein Gefühl dafür haben, Lackierarbeiten auf diesem Fahrzeuglackiermeister Jörg Rentzsch nicht ohne Stolz. Ausbeulen, Teile demontieren, abkleben, anschleifen, spachteln, füllen: Das alles mit größter Sorgfalt und gehörigem Respekt vor dem Endergebnis, was nichts anderes als perfekt sein darf. Es gehört viel Erfahrung dazu, hier den richtigen (Farb-)Ton zu treffen. Das lernen bei VW schon die Jüngsten. Azubi Aykut Güter (18) sagt, dass er es schätzt, Aufgaben selbstständig ausführen zu dürfen, natürlich immer unter dem wachenden Auge der Chefs.

Karosserieabteilung

Im letzten Hallentrakt, der Karosserieabteilung, kehren sich ganze Autoinnenwelten nach außen. Es wird die Mechanik von Autositzen repariert, geschweißt und am Blech gearbeitet. Aber es werden auch Mikrowelten
durchleuchtet und Endoskope benutzt. Die Miene von Karosserie-Serviceberater Sven Ehrenstein spricht Bände: „Wasserschäden sind sehr anspruchsvoll zu beheben. Wir verwenden viel Zeit darauf und nutzen sogar kleine Endoskope, um dem Fehler auf die Spur zu kommen.“ Der Gedanke an eine kleine OP drängt sich auf. Der wird in der Halle beregnet; anschließend schauen die Fachleute mittels Endoskop ins Blechinnere, um den Wassereintritt zu lokalisieren. Ebenso intensiv ist die Arbeit bei Windeintritt, was Geräusche verursachen kann. Die mögliche Stelle wird abgeklebt, bei einer Probefahrt das Geräusch lokalisiert, nun wird wieder abgeklebt und wieder Probe gefahren. So lange, bis nichts mehr dröhnt, rauscht oder pfeift. Im VW Zentrum Koblenz wird jede Schraube umgedreht, um einen Schaden zu beheben. Denn eines wissen die Mitarbeiter genau: Am Ende ist das Vertrauen zwischen Serviceberater und Kunde nur so viel Wert wie die sorgfältige Arbeit aller Mitarbeiter. Doch eines kommt klar rüber: Das lebt hier jeder. Kolja Matzke






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